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Pressemitteilung – Dezentrale Aktionstage im Danni

Stadtallendorf. 05.06. AnlĂ€sslich der dezentralen Aktionstage fĂŒr die MobilitĂ€tswende protestiert die keineA49- Bewegung heute in Stadtallendorf mit einer kreativen Straßendemo gegen den Autobahnausbau der A49. Sie setzen sich damit fĂŒr ein Ende des klimaschĂ€dlichen Straßenbaus und fĂŒr eine drastische Reduktion des motorisierten Individualverkehrs ein. Der Protest ist Teil einer bundesweiten Aktion vom 4. bis 6. Juni, an dem an ĂŒber 50 Orten verschiedenste Proteste unter dem Motto #MobilitĂ€tswendeJetzt stattfinden.

„Wir fordern heute nicht nur das Ende des Ausbaus der A49, sondern auch ein sofortiges Moratorium fĂŒr alle Planungen und Baustellen von Autobahnen und Autostraßen! Das Klimaurteil des Bundesverfassungsgerichts bestĂ€tigt: es braucht jetzt entschlosseneres Handeln fĂŒrs Klima! Neue Autobahnen zu bauen ist damit nicht vereinbar!“, sagen die Aktivist*innen von keineA49.

Unter dem Motto „soziale und klimagerechte MobilitĂ€tswendeJetzt – Autobahnbau Stoppen!“ sind die Aktionstage hervorgegangen aus einer ĂŒberregionalen Vernetzung verschiedener Gruppen, Organisationen und Akteur*innen, die sich verabredet haben, dezentral, aber mit einem großen, gemeinsamen Ziel auf die Straßen und an die Orte der Zerstörung zu gehen.

Die mit dem Straßenbau verbundenen, massiven Zerstörungen von natĂŒrlichen LebensrĂ€umen sowie Trinkwasserschutzgebieten sollen endlich von den politischen Akteur*innen ernst genommen werden. So sind auch die Wasserschutzgebiete bei Stadtallendorf, die ca. 500.000 Menschen versorgen, bedroht, erheblich verseucht zu werden.

Speziell im MilitĂ€rgebiet im Herrenwald, das kontaminiert ist von toxischen TNT-RĂŒckstĂ€nden. Bereits im Jahr 1989 sind die Risiken fĂŒr die Gesundheit öffentlich bekannt gemacht worden, und werden seither nicht angegangen. (https://www.danni-lebt.de/un-recht/wasserschutz/wasag/; https://www.youtube.com/watch?v=32sPayrOs80 ; www.r-haas.de/v6.html )

Der Zugang zum Herrenwald und seiner bedrohten Bereiche, wo diesmal der traditionelle Sonntagsspaziergang des Danni stattfinden wird, ist leider schwer zugĂ€nglich, was die Dokumentierung der Handhabung von Baumaßen erheblich schwieriger macht. Aber der Kampf gegen die Autobahn ist noch nicht vorbei! Menschen aus der NĂ€he und von weiter weg, alt und jung, wollen sich am Samstag zur theaterhaften Demo in Stadtallendorf zusammenfinden. Es geht um 11:00 an der Niederkleiner Str. 50, bei der Tankstelle, los!

Neben jĂŒngeren, mobilen Aktivist*innen beteiligen sich auch viele in der Region verwurzelte Menschen an dem Widerstand gegen die Zerstörung des Naherholungs- und RĂŒckzugsortes im Dannenröder, Maulbacher oder Herrenwald: die BĂŒrger*inneninitiativen.
Die MobilitĂ€tswende ist auch eine soziale Frage. Es geht um MobilitĂ€t fĂŒr alle – mit weniger Verkehrsbelastung, unter der besonders Geringverdienende am meisten leiden. Wir fordern eine MobilitĂ€t, die nicht auf Kosten anderer sowie zukĂŒnftiger Generationen stattfindet.

„Die Bewegung fĂŒr eine sozial- und klimagerechte MobilitĂ€tswende wird immer grĂ¶ĂŸer, bunter und vielfĂ€ltiger! Der Protest gegen die Rodung des Dannenröder Waldes war erst der Anfang – wir sind viele, an uns kommt die Politik nicht mehr vorbei!“, sagen die Aktivist*innen der Bewegung.